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So züchten Sie Kristalle in Eigenregie - Die ultimative Anleitung

Ein Kristall ist ein Festkörper, der sich aus vielen einzelnen Bausteinen zusammensetzt. Diese sind nicht zufällig angeordnet, sondern folgen einer bestimmten Kristallstruktur. Die attraktiven Kristalle faszinieren die Menschen mit ihren interessanten Lichtreflexen und Farben. Bei Kristallen handelt es sich nach chemischen Grundsätzen um Salze. Aus der Natur sind umfangreiche Einkristalle wie etwa Kochsalz bekannt. Es gibt aber auch kleinere Kristalle, die eher schon wertvollen Diamanten ähneln. Diese Kristalle bestehen aus vielen Mineralien, die mal transparent, aber auch verschiedenfarbig sein können. Bei einigen sind interessante Einschlüsse zu beobachten.

Kristalle züchten in Eigenregie – Was ist zu beachten?

Diese Art der Mineralien können Sie auch künstlich herstellen. Gezüchtete Kristalle sind von den natürlichen Exemplaren nicht zu unterscheiden. Häufig sind die künstlichen Kristalle sogar symmetrischer und klarer als ein Naturkristall. Besonders viele und feine Einzelkristalle finden Sie in herkömmlichen Tafelsalz. Diese sind jedoch mit bloßem Auge fast nicht erkennbar. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Kristalle selbst zu züchten wie etwa Kristalle aus kristallinen oder pulvrigen Salzen.

Welches Equipment benötigen Sie, um Kristalle zu züchten? Beim Kristalle züchten kommen Sie mit verschiedenen Stoffen in Berührung. Es ist daher besonders wichtig, dass Sie über die entsprechende Schutzausrüstung verfügen. Dazu empfiehlt es sich auf jeden Fall Schutzbrille und Handschuhe zu tragen. Außerdem benötigen Sie zum Kristalle züchten verschiedene Gefäße. In vielen Experimentierkästen sind diese Zubehörteile in der Regel enthalten.



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Anleitung zum Züchten von Salzkristalle

Für die Herstellung von Salzkristallen stellen Sie sich zunächst ein flaches, transparentes
Glasgefäß bereit. Dieses füllen Sie bis zur Hälfte mit Wasser und lösen darin Kochsalz auf. Die
fertige Kochsalzlösung stellen Sie dann an einen warmen Ort wie etwa eine Fensterbank oder auf
einen Heizkörper. Hier kommt es nun zur Verdunstung des Wassers. Durch den Verdunstungsprozess
setzen sich die fertigen Salzkristalle am Glasboden ab.

Es gibt noch eine zweite Variante, Salzkristalle zu produzieren. Dazu nehmen Sie ein Gefäß und
füllen es mit heißem Wasser. Nun fügen Sie Salz unter ständigem Umrühren hinzu bis eine
Sättigung der Kristall-Wachstumslösung erfolgt ist. Im Anschluss nehmen Sie einen Faden, den Sie
an einem Bleistift befestigen und damit in das Wasser hängen. Der Bleistift muss dafür quer über
das Gefäß gelegt werden, wobei der Faden in der Kochsalzlösung schwimmen sollte. Wenn Sie nun
das Gefäß mit der Salzlösung auf eine Fensterbank stellen, verdunstet das Wasser und am Faden
bilden sich irgendwann Kristalle. Es braucht jedoch eine Weile und etwas Geduld, bis das Wasser
komplett verdunstet ist.

Anleitung zum Züchten von Zuckerkristalle

Um Zuckerkristalle zu züchten, sollten Sie genauso vorgehen wie bei der Herstellung von
Salzkristallen mit dem Unterschied, dass Sie hier anstelle von Salz eine Lösung aus Zuckerwasser
anrühren. Auch hier ist etwas Durchhaltevermögen gefragt, denn die Verdunstung kann etwas dauern.
Wenn Sie beide Versuche gleichzeitig durchführen, indem Sie eine Schale mit Zuckerwasser und eine
Schale mit Salzwasser vorbereiten, können Sie nach dem Verdunsten einen Unterschied der
Kristallstrukturen von Salz und Zucker feststellen.

Anleitung zum Züchten von Alaun-Kristalle

Für die Züchtung von Alaun-Kristallen benötigen Sie zunächst 250 Gramm Kalium-Aluminium-Sulfat
(Alaun), welches Sie in der Apotheke bekommen. Darüber hinaus sollten Sie einen großen
Plastikbecher bzw. ein breites Glas, einen Schaschlikspieß aus Holz, drei Zahnstocher, etwas Wolle
und Blumendraht sowie 250 Milliliter Wasser bereitstellen.
Im ersten Schritt ist ein Gerüst zu basteln. Dafür sind die drei Zahnstocher mit dem Draht zu
verbinden, so dass sie einen Stern ergeben. Seine Strahlen werden anschließend von der Mitte aus
mit der Wolle umwickelt, wobei zum Schluss in der Mitte eine Schlaufe zu bilden ist. Durch diese
wird der Faden gezogen und nicht zu knapp abgeschnitten, denn er wird zum Aufhängen benötigt. Nun
wird der Schaschlikspieß quer über das Glas gelegt.
Der Wollfaden muss so daran festgeknotet werden, dass der Stern Wände und Boden des Gefäßes nicht berührt. Im nächsten Schritt wird das
Wasser zum Kochen gebracht und das Alaun hineingerührt, bis alles komplett aufgelöst ist. Hier ist
Vorsicht geboten, denn Alaun wirkt schleimhautreizend.

Anschließend bewahren Sie den Behälter an
einem ruhigen, gleichmäßig temperierten Ort auf. Der Becher sollte nicht bewegt werden. Denn
Kristalle brauchen beim Wachsen Ruhe. Nun heißt es geduldig sein. Bis sich die ersten sichtbaren
Kristalle zeigen, kann über eine Woche vergehen. Wenn genug Kristalle am Wollfaden gewachsen sind,
können diese mit dem Stern vorsichtig aus dem Becher genommen werden.

Noch größere und hübschere Kristalle züchten

Um einen größeren Kristall züchten zu können, benötigen Sie einen Basiskristall. Dieser so
genannte Impfkristall wird in eine Wachstumslösung gehängt und lässt nach einer Weile einen
großen Kristall entstehen. Für die Herstellung dieser Kristallart benötigen Sie destilliertes Wasser und verschiedene Salze wie zum Beispiel Kupfersulfat, Kaliumaluminiumsulfat, Natriumchlorid oder Kaliumchromsulfat. Außerdem brauchen Sie den Ausgangskristall entweder als blauen Kristall aus Kupfersulfat, natürliche Steinkristalle oder farblose Alaun-Kristalle. Weitere notwendige Gerätschaften sind Filterpapier, Gummihandschuhe, Holzstab, Nylonfaden, ein flaches Gefäß, welches nicht aus Metall
besteht, gegebenenfalls eine Heizplatte sowie eine Feinwaage.

Im ersten Schritt wird das entsprechende Salz in 50 Milliliter Wasser aufgelöst. So entsteht eine
gesättigte Lösung, die gefiltert und in eine flache Petrischale gefüllt wird. Anschließend wird
das Gefäß an einen Ort mit gleichmäßiger Temperatur gestellt. Nun muss das Wasser verdampfen.
Bei diesem Vorgang, der durchaus einige Tage dauern kann, lagern sich die Salzkristalle am Boden der
Schale ab. Mit einer Kunststoffpinzette können Sie nun die schönsten Kristalle auswählen.
Impfkristalle sind auch in einer schnelleren Variante herzustellen.

Dazu müssen Sie 50 Milliliter Wasser erwärmen und es mit dem gewünschten Salz zu einer gesättigten Lösung anrühren. Anschließend wird diese gefiltert und in eine flache Schale gegeben. Danach sollte die Schale zwischen zwei bis sechs Stunden an einen ruhigen Ort gestellt werden bis sich am Boden des Gefäßes ausreichend große Kristallkeime abgelegt haben. Diese können Sie dann wieder mit einer
Kunststoffpinzette herausnehmen.
Wenn Sie einen besonders schönen Kristallkeim herausgesucht haben, befestigen Sie ihn mit einer
einfache Schlinge an einem Faden. Dabei sollten Faden und Kristall nicht mit den Fingern angefasst
werden, um keine Fettabdrücke und zusätzliche Keime darauf zu hinterlassen. Die Schnur wird am
Ende an einem Holzstäbchen befestigt und in die Wachstumslösung gehängt.

Dabei darf die Gefäßwand nicht berührt werden. Geeignete Wachstumsgefäße sind zum Beispiel Joghurtgläser mit Schraubverschluss. Wenn Sie in die Mitte des Deckels ein Loch stechen, können Sie den Faden ganz einfach hindurchfädeln und mit Kleber fixieren. Als Schnur eignet sich Kunststoffschnur bzw. feine Angelschnur besonders gut. Als Kleber sollte eine kleine Menge Epoxidharzkleber verwendet werden.