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Druckluftauto und Helikopter von Edu Toys

19,90 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.Zuletzt aktualisiert am: 23. September 2017 18:08
Altersgruppe
Themengebiet
Hersteller
Anzahl Modelle3
Anzahl Einzelteile38
AntriebsartPneumatisch
Aufbauzeitca. 60 Minuten
AnspruchEinsteiger
Zusätzlich wird benötigt:
Folienstift, Fahrrad-Luftpumpe

Gesamtbewertung

77%

"Gut"

Spaßfaktor und Lerneffekt
80%
Gut
Anspruch und Umfang
75%
Gut
Qualität und Verarbeitung
60%
Ausreichend
Anleitung und Lerninhalte
100%
Ausgezeichnet
Preis/Leistung
70%
Befriedigend

Testbericht zum Physik-Baukasten „Druckluftauto und Helikopter“ von Edu Toys

Spaßfaktor und Lerneffekt

foto von den einzelteilen aus denen der bausatz für das druckluftauto von edu toys besteht

Abb. 1: Aus diesen Einzelteilen besteht das Druckluftauto

„Die geheime Kraft der Luft“, so lautet der Slogan  des Lernbaukastens Druckluftauto vom japanischen Hersteller von Edu Toys.

Zielgruppe dieses Experimentierkasten sind wissbegierige junge Forscher ab 8 Jahren.

Die drei vorgegebenen Experimente haben jeweils zum Inhalt, ein mit Druckluft betriebenes Modell aus Einzelteilen zu montieren.

Die Antriebskraft wird mittels einer Luftpumpe erzeugt und in einem flaschenähnlichen Behälter gespeichert.

Über einen kleinen Kolbenmotor wird im späteren Verlauf, je nach Versuchsaufbau, eine Antriebsachse oder ein Rotor in Schwung gebracht.

daumen hoch grün gefällt mirDer Aufbau sowie die anschließende Vorführung des Druckluftautos macht richtig Spaß. Wenn der Druckluftbehälter mit viel Inhalt befüllt wird, macht der Kolbenmotor richtig Dampf. Das Auto fährt, bis die Luft aus dem Tank entwichen ist, rasant drauf los, wenn auch nicht direkt steuerbar.

Das gilt leider nur für das erste von drei Experimenten. Warum die anderen beiden Modelle leider nicht so viel Spaß machen, lesen Sie im Abschnitt Nr. 3 Qualität und Verarbeitung.

Foto von dem zusammengebauten Druckluftauto

Abb. 2: So sieht das fertige Modell aus Versuch 1 aus

daumen hoch grün gefällt mirIn Kombination mit der umfangreichen Anleitung ist der Lerneffekt dieses Experimentiersets außerordentlich hoch. Das Thema wird durch die Kraft des Antriebes sehr gut vermittelt und veranschaulicht, wie es der Slogan verspricht, „die Kraft der Luft“ hervorragend.

Anspruch und Umfang

Die 38 Einzelteile lassen sich auch für weniger geübte Kinder, leicht zusammen setzen. Lediglich bei den Schrauben ist etwas mehr Kraftaufwand von Nöten. Die meisten Teile werden ineinander gesteckt, was in jedem Fall leicht von der Hand geht.

Die Komplexität der Modelle ist überschaubar. Der Experimentierkasten Druckluftauto von Edu Toys richtet sich daher an Einsteiger, die sich nicht lange mit dem Studium der Aufbauanleitung beschäftigen wollen. 

daumen runter gefällt mir nichtDie Montage (und Demontage) der drei Experimentier-Modelle dauert, je nach Geschick ihres Kindes, rund 60 Minuten. Der Umfang des Technik-Baukastens ist mit nur 3 Modellen und rund einer Stunde Aufbauzeit für den Kaufpreis zu gering. Mit Zwei bis drei kleineren Zusatz-Experimente wäre meine Wertung besser ausgefallen.

Qualität und Verarbeitung

Die allgemeine Qualität der Einzelteile ist dem Preis angemessen. Die Haltbarkeit der Modelle ist auch nach vielen Versuchen gegeben. Hier gibt es keine Punktabzüge. Anders sieht es allerdings bei der Funktion der Experimentier-Modelle aus. Versuch 1 (Druckluftauto) funktioniert noch einwandfrei und macht enorm viel Spaß.

Ärgerlich aber noch zu verkraften

Bei Versuch 2 (Flugscheibe) hat sich allerdings ein Verarbeitungsfehler eingeschlichen. Zumindest war es bei meinem Exemplar so. Ziel des Experimentes ist es, eine Flugscheibe mittels Druckluft fliegen zu lassen.

daumen runter gefällt mir nichtDas Problem an der Sache ist, dass die Reibung der Schwungrad-Aufnahme des gelbes Rotors zu klein ist. Dadurch springt der Rotor beim Anlauf immer wieder aus der Verankerung, bevor die Flugscheibe genug Schwung aufgenommen hat, um abzuheben.

Hier muss alles ganz genau zueinender passen, und das ist mit dem Herstellungsverfahren der Flugscheibe nicht immer zu garantieren.

Soll heißen, dass es Sets gibt, bei denen der Versuch glückt und bei manchen eben nicht. Hier können Sie aber nachhelfen und die Flugscheibe modifizieren.

Ich z.B. habe den Innendurchmesser der Schwungrad-Aufnahme des Rotors mit einer erhitzten Büroklammer punktuell deformiert,

Mit einer erhitzten Büroklammer habe ich den kleinen Rotor modifiziert.

Abb. 3: Mit diesem Trick klappt auch Experiment Nr. 2

sodass daraus resultierend genügend Reibung vorhanden war, um den Rotor bis zum Stoppen des Schwungrades in der Aufnahme zu halten (siehe Abbildung Nr. 3).

Dieser Fehler verhindert eine gute Testbewertung

Weniger ein Verarbeitungs- als mehr ein Konstruktionsfehler ist den Designern bei Versuch Nr. 3 unterlaufen. Hier soll ein Drucklufthelikopter zum Fliegen gebracht werden. Dabei wird ein größerer Rotor mit dem Motor und dem Druckluftbehälter verbunden.

Empfohlen wird, den Behälter mit einer Fahrradpumpe zu befüllen. Wer genug Kraft hat, kann den gleichen Effekt auch mit der mitgelieferten Handluftpumpe erreichen.

Leider funktioniert der Druckluft-Helikopter nicht wie vorgesehen!

Abb. 4: Versuch Nr. 3 Druckluft-Helikopter

Jedoch so sehr ich auch Luft hinein gepresst habe, der Helikopter wollte einfach nicht abheben. Dazu ist die Konstruktion einfach viel zu schwer für den maximalen Auftrieb, der mit der Druckluft in der Flache und dem Rotor zu realisieren ist.

Es kann auch daran liegen, dass der große Rotor in der Verpackung deformiert wird und dadurch die Stellung der Rotorblätter nicht mehr optimal ist.

Die Deformation resultiert aus der zu kleinen Verpackung, in der der Rotor „hinein gequetscht“ wurde.

Gerade dieses Experiment wäre sehr spektakulär und ansehnlich gewesen.

Dieser Fauxpas ist aus meiner Sicht ein „No-Go“ und beeinflusst die Gesamtbewertung maßgeblich.

Anleitung und zusätzliche Lerninhalte

Die 38-seitige Anleitung gehört sicherlich zum Highlight des Experimentierkastens. Dafür sorgen die 31 mal mehr, mal weniger umfangreiche Zusatzthemen, die mit vielen Bildern und Illustrationen hervorragend in Szene gesetzt werden. In dieser Qualität habe ich bisher noch keine Anleitung gesehen.

Hier hat sich der Hersteller viel Mühe gegeben. Daumen hoch! Einen winzig kleinen Kritikpunkt gibt es dann doch noch. Die Bilder der Bauanleitung könnten etwas größer sein, man muss ab und zu schon zweimal hinsehen, bis man erkennt wie die einzelnen Komponenten zusammengesetzt werden. Das ist aber Meckern auf hohem Niveau.

Amazon Kundenbewertungen

Der Technik-Baukasten „Druckluftauto/ Helikopter“ von Edu Toys erreicht (Stand 19.07.2016) eine durchschnittliche Kunden-Bewertung auf Amazon von 3,0 Sternen. Insgesamt 2 Käufer haben eine Kunden-Rezension abgegeben. Davon war 1 positiv und 1 kritisch.

Vorteile

  • das Hauptexperiment macht Spaß beim Aufbauen und Spielen
  • überragende Anleitung mit vielen Lerninhalten
  • hoher Lerneffekt
  • kein zusätzliches Zubehör zwingend benötigt

Nachteile

  • Versuche 2 und 3 sind im Auslieferzustand des Experimentierkastens nicht durchführbar
  • geringe Langzeitmotivation (nur 3 Modelle / geringe Aufbauzeit)

Druckluftauto – Testfazit

emoticon smily mit emotionslosem gesichtEigentlich dürfte ich dem Physuk-Baukasten „Druckluftauto“ von Edu Toys, auf Grund der beschriebenen Mängel, keine Kaufempfehlung geben. Ich habe zwar lange darüber nachgedacht aber die zusätzlichen Lerninhalte sind so gut, dass dadurch der Preis (fast) rechtfertigt ist. Wenn Ihnen der Lerneffekt für Ihr Kind wichtiger ist als der spielerische Faktor, dann ist dieser Lernbaukasten sicherlich einen Blick wert.

>> Alle Technik-Baukästen im Überblick

Keine Erfahrungsberichte vorhanden


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